Silvester mit Angsthunden

Du hast einen Angsthund?

Nimm die Ängste Deines Hundes ernst! Angst fühlt sich für Hunde genauso schrecklich an wie für uns Menschen. Hilf Deinem Hund, sich besser zu fühlen. Nachfolgende Tipps unterstützen Dich dabei.

Sofort helfen bei Rückzug oder Nähe

Wenn Dein Hund sich gerne zurückziehen möchte, gib ihm Zugang zu seinem Lieblingsort: ob das im Keller, unter dem Bett oder gar unter der Bettdecke ist.

Sucht Dein Hund Deine Nähe, gib ihm die Zuwendung, die er haben möchte.

Trösten!

Leider kursieren noch immer Gerüchte herum, man dürfe den Hund nicht trösten oder müsse seine Angst ignorieren, um diese nicht zu verstärken. Bitte vergiss solche Ratschläge!

Bleibe selbst gelassen und optimistisch – damit tut Deinem Hund Deine Nähe und Zuwendung sehr gut. Viel mehr noch – Du wirst damit für ihn zum Fels in der Brandung.

 

Mehr erfahren

Möchtest Du mehr erfahren, empfehle ich Dir folgende Artikel:

 

+ Thomas Riepe: „Hunde trösten an Silvester?“ 

 

+ Dr. Ute Blaschke-Berthold: „Unvermeidlich…Silvester“ 

 

+ Patricia McConnell: „Alles halb so schlimm“

Dieser Artikel ist zu finden ab Seite 47 des Buches Trafen sich zwei. Betrachtungen über Menschen und Hunde. Du kannst es als pdf-Datei direkt beim Kynos-Verlag kostenfrei herunterladen.

 

Fliehen

Entfliehe dem Stress, indem Du Dich mit Deinem Hund rechtzeitig vor Mitternacht in das Auto setzt – fahre mit laufendem Radio an einen ruhigen Ort oder auf die Autobahn, und kehre erst zurück, wenn es wieder ruhig ist.

Beachte bitte – die Voraussetzung hierfür ist, dass Dein Hund das Auto als sicheren Ort empfindet und dort entspannen kann!

Verreisen

Wenn Du planst, über den Jahreswechsel in den Urlaub zu fahren, wähle einen Ort, an denen es zu Silvester gar nicht oder kaum knallt.

Nach Silvester ist vor Silvester

Triff frühzeitig Vorsorge, vor allem wenn Dir bekannt ist, dass Dein Hund panisch reagieren wird. Sprich in diesem Fall rechtzeitig mit Deinem Tierarzt über die Gabe eines Beruhigungsmittels.

Betreibe bitte niemals Selbstmedikation, denn es gibt Wirkstoffe, insbesondere Acepromazin, die lediglich die Muskeln entspannen, jedoch kaum angstlösend sind. Bei einer Panikattacke ist das für Deinen Hund katastrophal. Stelle Dir vor, Du hättest panische Angst und könntest Dich nicht bewegen.

 

Medikamente

Es gibt sanfte Mittel, z.B. auf pflanzlicher Basis und auf Basis von Milcheiweiß, oder –  speziell für besondere Angsthunde – auch hochwirksame medizinische Mittel, die zur Entspannung beitragen.

Von Eierlikör bis Training

Als wirksames, inzwischen von vielen Tierärzten empfohlenes „Hausmittel“ gegen die akute Angst beim
Feuerwerk gilt die sorgfältig dosierte Gabe von Eierlikör.

Hierzu sind die Silvester-Blogbeiträge von Tierarzt Ralph Rückert empfehlenswert. Hier findest Du den aktuellsten Artikel!

 

Hole Dir verhaltenstherapeutische Unterstützung bei einem spezialisierten Tierarzt. Eine systematische Gegenkonditionierung und ein gutes Entspannungstraining wirken langfristig und sind damit besonders wirksam. Beispielsweise kann auch das systematische Training mit einer speziellen Geräusch-CD Deinem Hund Schritt für Schritt zu mehr Gelassenheit verhelfen.

 

Mit der Wirksamkeit von Therapieansätzen gegen Geräuschangst hat sich Dr. Stephanie Riemer befasst. Ihr Artikel „Geräuschangst bei Hunden“ fasst die Ergebnisse zusammen.

Dir ist bereits bekannt, dass Dein Hund ängstlich auf unerwartete Geräusche reagiert? Bitte halte Dich an meine Tipps, und nimm ggf. Kontakt zu einem auf Verhaltenstherapie spezialisierten Tierarzt sowie einem Hundetrainer Deines Vertrauens auf, der Dich und Deinen Hund unterstützt!

Hast Du eine Frage?

Unterschreibe den offenen Brief der Deutschen Umwelthilfe für ein böllerfreies Silvester. Ich habe ihn für Dich über den Button verlinkt.

So schützt Du nicht nur Deine Hunde, sondern auch andere Haus- und Wildtiere.

Gehe neue Wege ohne Böller oder Rakete

Zusätzlich trägst Du zum Wohlbefinden Deines Hundes bei, wenn Du private Pyrotechnik nicht unterstützt und darauf verzichtest, Feuerwerk zu zünden. Du sparst außerdem Geld, gefährdest keine Menschen oder Tiere, und nebenbei leistest Du einen wesentlichen Beitrag zum Tier- und Umweltschutz.